Soll ich mich verschulden, weil die Zinsen so billig sind?

Viele Unternehmer haben Furcht vor einer Euro-Umstellung, einer Währungsreform oder einer rasanten Geldentwertung. Kein Wunder – riesige Finanzlöcher tun sich in Europa und Amerika auf, in die der Staat und die Notenbanken Gelder hineinschütten – das kann doch nur in einer totalen Geldentwertung enden, denn alles wird mehr oder weniger mit der Notenpresse finanziert.

Die Zinsen sind derzeit historisch billig: Einige kommen da auf die Idee, sich hoch zu verschulden und mit der Liquidität dann Immobilien zu erwerben – die stehen ja auch nach der Währungsreform noch da, sind bewohnt und werfen Miete je nach Leistungsfähigkeit des Mieters ab. Der Kredit ist entwertet, die Inflation hat praktisch den Kredit getilgt.

Gute Idee – denn so macht es ja der Staat. Niedrige Leitzinsen und Sparzinsen drücken derzeit die eigene Zinslast und die eigenen Finanzierungskosten. Das gilt aber leider nur für den Staat!

Wie war das noch damals, 1923 / 1924 und später 1948?

Da gab es auf einmal die Hauszinssteuer, damit wurden diese Vermögensgewinne von Immobilienbesitz abgeschöpft. Und später bei der Währungsreform 1948 wurden Reichsmark-Vermögen im Verhältnis 10:1 in D-Mark umgetauscht, aber die hypothekarisch besicherten Kredite bestanden in voller Höhe – 1:1 weiter. Die Bank erhielt 10%, weitere 90 % steckte sich der Staat/ das Finanzamt als Sonderabgabe / Lastenausgleich ein. Ungeschoren kamen nur die schuldenfreien Immobilien weg.

Das war eine 90-prozentige Enteignung. Und Immobilie kommt von immobil – weglaufen kann man damit nicht.

Wir empfehlen Ihnen also dringend, Ihre Verschuldung extrem niedrig zu halten, möglichst die bestehenden Kredite rasch zu tilgen.

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Liquidität hierfür nehmen Sie aus Factoring, zum Beispiel.

Finanzierung und Liquidität für den Mittelstand is Stephen Fry proof thanks to caching by WP Super Cache