Zeitarbeit ist eine Liquiditätsquelle

Herr W. macht aus dem Bedarf nach Liquidität seiner Kunden eine Strategie: Je mehr sein Zeitarbeits-Unternehmen in der Lage ist, seinen Kunden Kredit zu gewähren und damit quasi Blut und Sauerstoff zu spenden, desto mehr Kunden werden seine Dienste in Anspruch nehmen.

Also nicht nur, weil sein Unternehmen exzellente, fachkundige und motivierte Mitarbeiter entsendet, sind seine Kunden begeistert, sondern auch, weil die größte Kostenposition und damit der größte Liquiditätsabfluss im Monat – die Personalkosten – sich auf diese Weise prima finanzieren lassen. Ein schöner Liquiditätsvorteil. Und maximale Beweglichkeit, bei Arbeitsdisposition und Liquidtätsplanung.

Bis 1967 war Zeit- bzw. Leiharbeit (also die Arbeitnehmerüberlassung) in Deutschland gesetzlich verboten. Heute ist sie aus der Arbeitswelt nicht mehr wegzudenken – und sie wird weiter zunehmen. Zwischen 1996 und 2016 hat sich die Zahl der Leiharbeiter mehr als verfünffacht auf mittlerweile fast eine Million Beschäftigte.

Über ein Drittel aller offenen Stellen in Deutschland werden bereits als Leiharbeit ausgeschrieben, so die Bundesagentur für Arbeit. Und In Bielefeld (wieso ausgerechnet hier?) sind sogar über 50 Prozent der offenen Stellen als Leiharbeit deklariert. Zukunftsforscher gehen davon aus, dass die Zahl weiter steigen wird.

 

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